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Wir leben in einer Zeit, in der vieles ins Wanken geraten ist: Versorgungsqualität, Vertrauen, soziale Bindungen und die Frage, wie sicher unser Alltag morgen noch ist. Auch wenn wir hoffen, dass wir die kommenden Krisen gemeinsam noch abwenden können, ist eines für uns klar: In Deutschland fahren wir auf Sicht, und es kommt jetzt darauf an, wie gut wir als Gesellschaft zusammenarbeiten. Der Krieg gegen den Iran ist aus unserer Sicht völlig daneben und wird eine Krise auslösen, deren Ausmaß niemand heute seriös vollständig vorhersagen kann. Solche Eskalationen treffen nicht nur die Region, sondern können über Energiepreise, Lieferketten, Transportwege und Finanzmärkte weltweit Schocks auslösen — vor allem bei uns in Deutschland.
Wir verstehen, dass viele diese Zusammenhänge noch nicht erkennen. Doch faktisch werden wir in einen Krieg hineingezogen — ohne Wenn und Aber. Kaum jemand geht auf die Straße, und die meisten machen mit, obwohl sie mit diesem Kanzler eigentlich nicht zufrieden sind. Wisst ihr eigentlich, dass der Kanzler auf Steuerkosten sein Haus am See mit Panzerglas ausstatten ließ? Er ist der erste Kanzler seit der Bundesregierung nach dem Krieg, der so etwas braucht — und niemand fragt, warum.
Offizielle Zahlen zur Sicherheitslage
Die Bedrohungslage in Deutschland hat sich nach Angaben des Bundesinnenministeriums im Juli 2026 von „abstrakt" auf „hoch" hochgestuft — das bedeutet, dass jederzeit mit dem Risiko von Anschlägen zu rechnen ist. Der Verfassungsschutzbericht 2025 zeigt, dass im vergangenen Jahr 12.825 Personen dem extremistischen Personenpotenzial zugerechnet wurden. Die Zahl der Gewalttaten aus politisch motivierter Kriminalität hat sich 2025 deutlich erhöht (von 15 auf 44 Fälle).[hessen][tagesschau][boerse-express]
Im Bereich der hybriden Bedrohungen hat sich die Zahl der Verdachtsfälle seit dem Beginn des Ukraine-Krieges auf über 2.000 Fälle mehr als verdoppelt. Cyberangriffe verursachten 2026 einen Schaden für deutsche Unternehmen zwischen 211 und 270,8 Milliarden Euro. 72 Prozent dieser Angriffe erfolgten aus dem Ausland.[hessen][boerse-express]
Ein widersprüchliches Bild
Hier zeigt sich ein bemerkenswertes Phänomen: Während deutsche Sicherheitsbehörden von hybriden Bedrohungen sprechen, die sich verdoppelt haben, sagen gleichzeitig NATO-Vertreter, EU-Geheimdienste und selbst der finnische Präsident im August 2026, es gebe „keine unmittelbare Angriffsgefahr" und „keine Anzeichen, dass Russland einen militärischen Angriff auf NATO-Länder plant".[vreme][n-tv][reuters][reuters][heute][dailysabah]
Auch US-Präsident Trump erklärte Ende August 2026: „Putin wird kein NATO-Territorium angreifen."
Gleichzeitig stufen deutsche Behörden die Bedrohungslage auf „hoch" und sprechen von einem „dauernden, andauernden Angriff".
Was bedeutet das für uns?
Diese Widersprüche zeigen: Es gibt unterschiedliche Einschätzungen darüber, was tatsächlich eine Bedrohung ist und woher sie kommt. Für uns bei Gemeinsam Resilient ist klar: Wir können uns nicht darauf verlassen, dass andere die Lage richtig einschätzen. Wir müssen selbst handlungsfähig werden — unabhängig davon, wer welche Bedrohung woher sieht.
Militärische Entwicklungen und Ausgaben
Die Bundeswehr verzeichnet im Juli 2026 mit 186.705 Soldatinnen und Soldaten den höchsten Personalstand seit 2013. Etwa 750 Soldaten sind unmittelbar bei Auslandseinsätzen im Einsatz. Die militärischen Ausgaben des Bundes stiegen von 12,8 Milliarden Euro (2020) auf 15,35 Milliarden Euro (2025). Militärische Beschaffungen und Anlagen beliefen sich 2025 auf 20,1 Milliarden Euro.
Gesellschaftliche Spannungen
Wir von Gemeinsam Resilient verstehen, dass Resilienz nicht erst im Ernstfall beginnt, sondern heute — im Miteinander, in der Nachbarschaft, in der lokalen Versorgung und in der Frage, ob wir füreinander da sind. Wir schaffen einen gemeinwohlorientierten Ort, an dem Menschen Orientierung finden, Wissen teilen, Hilfe bekommen und selbst Teil einer tragfähigen Gemeinschaft werden können.
Unsere Ressourcen bauen wir nicht auf, um Angst zu verbreiten oder Krisen heraufzubeschwören. Wir bauen sie auf, weil sie im Alltag schon jetzt sinnvoll und gemeinnützig sind: für Lebensmittelrettung, gemeinschaftlichen Anbau, Bildung, Patenschaften und gegenseitige Unterstützung. Und wir hoffen sehr, dass wir sie nie in einem wirklich schweren Maß brauchen müssen. Sicher ist aber auch: Wir werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht sofort hungern, aber wir werden sehr wohl die Folgen dieser Entwicklungen spüren und dafür bezahlen — durch steigende Kosten, Unsicherheit und zusätzlichen Druck im Alltag.
Wir möchten Menschen helfen, sich zu orientieren, praktische Lösungen zu finden und wieder mehr Vertrauen in ihre eigene Wirksamkeit und in ihr Umfeld zu gewinnen. Dabei geht es nicht nur um Lebensmittel, sondern auch um Zugehörigkeit, Wissen, Gesundheit und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Der Blick in die Geschichte zeigt, warum das wichtig ist. Der verlinkte Beitrag über die Gärten in Hamburg während der Kriege macht deutlich, dass Gärten weit mehr sein können als schöne grüne Flächen: Sie standen für Ernährungssicherheit, Selbstversorgung, Schutz und gegenseitige Hilfe. Genau daran knüpfen wir an — mit dem Ziel, aus Erfahrung Vorsorge zu machen und aus der Vorsorge Gemeinschaft.
Wir wünschen uns, dass viele unsere Beweggründe verstehen, unsere Arbeit unterstützen und sich möglichst auch aktiv beteiligen. Denn gerade jetzt ist es wichtig, dass wir nicht nebeneinander her leben, sondern gemeinsam handeln. Letztlich müssen wir jetzt handeln.
Quellen: Alle zitierten Zahlen stammen aus offiziellen Regierungsberichten, Verfassungsschutzberichten und Bundeslagebildern der Sicherheitsbehörden sowie aktuellen Medienberichten (Stand: August 2026).[hessen] [tagesschau] [boerse-express] [vreme] [n-tv] [reuters] [reuters] [heute] [dailysabah]
Stand 31.08.26
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